Sperrgut

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Pflanzen als Sperrgut verschicken

Bei Pflanzen handelt es sich wohl um die am schwersten zu verpackenden Sperrgüter. Wie soll man schließlich die große Yucca-Palme transportieren? Oder den empfindlichen Ficus Benjamini ohne allzu großen Laubverlust von A nach B bekommen?

  • Stehen solch große Umzüge für Pflanzen an, sollte man sich eine Jahrszeit aussuchen, in der weder mit extremer Hitze noch mit Frost zu rechnen ist. Denn starke Temperaturschwankungen sowie Hitzestau und Kälte können den Pflanzen schaden.
  • Für den Transport von Pflanzen eigenen sich am besten Kartons aus fester Pappe in den entsprechenden Größen. Eine Kennzeichnung von „oben“ und „unten“ erleichtert der Transportfirma den Versand.
  • Damit die Erde im Pflanztopf bleibt, sollte dieser mit einer großen Plastiktüte oder einem Müllsack umhüllt und mit einem Gummiband verschlossen werden. Man kann die Folie aber auch zuschweißen. So kann die Erde ruhig feucht sein und die Pflanze ist während des Transports mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt.
  • Nun wird die Pflanze am besten mit ihrem Topf an ein Stück stabile Kartonage geklebt. Dieses sollte ungefähr der Höhe der Pflanze entsprechen.
  • Die so präparierte Pflanze kommt anschließend in einen ausreichend großen Karton. Dort wird das Stück Kartonage mit Hilfe von Packband im Karton befestigt. Hilfreich können auch Stricke aus Sisal, Kokosband oder weiche Folie sein, die vorsichtig um den Stamm der Pflanze (falls vorhanden)geschlungen werden. Geflochten und mit starken Pack- oder Gewebeband im Kartoninneren befestigt, wirken sie wie Anker. Die Pflanze ist so an jeder Kartonseite befestigt und hat ausreichend Halt.
  • Etwaige im Karton befindliche Hohlräume können als zusätzlicher Schutz aber dennoch ausgefüllt werden. Dafür eigenen sich am besten kleine Styroporteile oder -kugeln. Diese sind extrem leicht, so das die Blätter der Pflanze keinen Schaden nehmen, der Raum zwischen Pflanze und Karton aber dennoch genügend ausgefüllt wird. Aber auch zusammengeknülltes Zeitungspapier, Küchenrolle, Luftpolsterfolie, Stroh oder ähnliches Füllmaterial erfüllen ihrenZweck. Es darf nur nicht zu schwer sein, damit keine Zweige, Stiele, Blüten oder Blätter abbrechen.
  • Grundsätzlich sollte man immer im Auge behalten, welche Bedürfnisse die Pflanze hat, also ob sie beispielsweise viel Wasser für die Zeit des Transports genötigt oder ob es genügt, wenn die Pflanze am Bestimmungsort gegossen wird.
  • Ist die Pflanze sicher im Karton verpackt, sollte auf jeden Fall die Bewegungsfreiheit der Pflanze innerhalb des Kartons überprüft werden. Dafür den Karton einfach vorsichtig schütteln. Man kann hören, ob da noch etwas wackelt oder ob alles für den Transport fest verpackt ist. Ist letzteres der Fall, kann die Pflanze auf die Reise gehen.